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Facharztpraxis für Kinder-
und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie

Facharztpraxis für Kinder-
und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie

Praxis

Zinkler

Unsere Arbeit

Wir diagnos­ti­zieren und behandeln psychische Störungen bei Kindern und Jugend­lichen aller Alters­stufen, das heißt von 0 bis 18 Jahren. Wir beziehen immer die Familie mit ein. Wir behandeln multi­pro­fes­sionell und mit den jeweils passenden Methoden. Wir erwarten von unseren Klient*innen Motivation und aktive Mitarbeit.

Diagnostik

Eine passende Beschreibung finden …

Eine kinder- und jugend­psych­ia­trische Diagnose ist immer eine vielschichtige Angele­genheit. Uns reicht es nicht, Symptome aufzu­listen und die indivi­duelle “Störung” festzu­stellen. Wir schauen uns immer auch den Kontext, also die Umgebung an und suchen nach Faktoren, die Ansatz für thera­peu­tische Hilfe und positive Verän­derung sein können. Nach dem Erstge­spräch erstellen wir einen Plan für die Diagnos­tik­phase mit passenden  Bausteinen. Dies können zum Beispiel sein:

  • Vertie­fendes Elterngespräch
  • Famili­en­dia­gnostik
  • Psychische Unter­su­chung, neuro­lo­gische Unter­su­chung, körper­liche Untersuchung
  • Spiel­dia­gnostik,  projektive Tests
  • Konzen­tra­tions- und Aufmerksamkeitstests
  • Psycho­lo­gische Tests, Intel­li­genz­leis­tungs­tests, Entwicklungstests
  • Psycho­lo­gische Fragebögen
  • Beobach­tungs­auf­gaben für Eltern und Kinder für den Alltag
  • Daten­er­hebung aus Schule und anderen Lebensbereichen
  • Koordi­na­ti­ons­ge­spräche mit anderen Helfern

Die Diagnostik-Phase endet mit einem Auswer­tungs- und Infor­ma­ti­ons­ge­spräch für die Familie. Wir geben im Gespräch Empfeh­lungen für erste Verän­de­rungen im Lebens­umfeld des Kindes. Wir erstellen einen Behand­lungsplan mit praxis­in­ternen Maßnahmen und weiteren externen Behand­lungs- und Hilfemaßnahmen. 

Danach wird ein Bericht verfasst, den die Sorge­be­rech­tigten bekommen. 

 

Therapie

Lösungen suchen und finden …

In der Praxis nutzen wir unsere Kompe­tenzen aus Psych­iatrie, syste­mi­scher Therapie, Verhal­tens­the­rapie, lösungs­ori­en­tierter Therapie, Psycho­logie, Beratung und Pädagogik, um die mit den Klienten gemeinsam definierten Ziele möglichst leicht und effizient zu erreichen. Im Gegensatz zur Richt­linien-Psycho­the­rapie, die einmal pro Woche statt­findet, haben unsere Termine in der Regel größere Abstände. Um Verän­de­rungen zu erreichen ist es deshalb sehr wichtig, die neuen Ideen aus den Gesprächen in unserer Praxis im Alltag direkt umzusetzen. Die Behandlung wird indivi­duell zusam­men­ge­stellt aus den folgenden Elementen:

  • Infor­mation über die psychische Erkrankung und Tipps für den optimalen Umgang mit den Problemen im Alltag (Psychoe­du­kation)
  • Langfristige Entwick­lungs­be­gleitung von Kind und Eltern bei psychi­schen Störungen des Kindes
  • Beratung und Coaching der Eltern.
  • Verhal­tens­the­rapie
  • Famili­en­the­rapie
  • Indivi­du­elles psycho­the­ra­peu­ti­sches Coaching für Jugendliche
  • Spiele­rische, lösungs­ori­en­tierte Problem­be­wäl­tigung für Kinder
  • Kompe­tenz­training in Gruppen, Interaktionstraining
  • Medika­menten-Therapie
  • Helfer­kon­ferenz

Über die Behandlung in unserer Praxis hinaus koope­rieren wir eng mit anderen Helfern, zum Beispiel mit

  • Kinder­ärzten und Fachambulanzen
  • Kliniken und Tageskliniken
  • Psycho­the­ra­peuten für Kinder- und Jugend­liche (Richt­linien-Psycho­the­rapie)
  • Ergothe­ra­peuten und Logopäden
  • Famili­en­helfern, Integrationshelfern
  • Jugendamt
  • Beratungs­stellen
  • Schulen, Schul­so­zi­al­ar­beitern
  • Selbst­hil­fe­gruppen

Wir werden…

  • genau zuhören und hinsehen (Anamnese, Explo­ration, psychi­scher Befund),
  • syste­ma­tisch Infor­ma­tionen sammeln (Diagnostik),
  • infor­mieren, beraten und aufklären (Psychoe­du­kation),
  • die richtigen Fragen stellen (Anregung, Bewegung, Entwicklung),
  • die richtigen Leute zusam­men­bringen (Syste­mische Arbeit),
  • Kompe­tenzen betonen (Ressour­cen­ori­en­tierung),
  • die Kommu­ni­kation verbessern (Syste­mische Arbeit),
  • Mut machen, Möglich­keiten erweitern (Lösungs­ori­en­tierung),
  • Raum zum Probieren geben (Kompe­tenz­training in Gruppen),
  • über Medika­mente aufklären, verschreiben und begleiten (Pharma­ko­the­rapie),
  • lachen (ist die beste Medizin).

Sie werden und du wirst …

  • eigene Stärken und die Stärken der Mitmen­schen entdecken (ist leichter, als es zunächst erscheint),
  • neue Sicht­weisen finden, (kaum zu vermeiden, wenn man mit uns zusammenarbeitet),
  • wieder handlungs­fähig werden (Lösungen finden),
  • Bezie­hungen neu und anders gestalten (Syste­mische Therapie),
  • Gefühle ausdrücken (Kreativ­the­rapie),
  • Zugang finden zum inneren Erleben (Selbst­er­fahrung),
  • selbst­be­wusster werden (Psycho­the­rapie),
  • sich austau­schen und neues Verhalten erproben (aktive Gruppenarbeit),
  • neues Verhalten einüben und auspro­bieren (Verhal­tens­the­rapie).

Alle Beteiligten tragen zur Lösung bei.

Unseren Kindern gehört die Zukunft!

Kinder entwi­ckeln sich in einemn hohen Tempo. Es ist wunderbar, sie dabei zu begleiten. Wenn es gut läuft, spüren Kinder, welches ihre nächste Entwick­lungs­aufgabe ist und haben Lust an ihrer zuneh­menden Selbst­wirk­samkeit. Sie erobern sich spiele­risch und mit zuneh­mendem Selbst­ver­trauen immer größere Lebens­be­reiche. Jedes Kind findet dabei seine ganz eigenen Lösungen. Die Eltern haben die Aufgabe, dafür die Bedin­gungen zu schaffen und zu erhalten. Kinder brauchen verläss­liche Bezie­hungen! Dann haben sie auch die Kraft, Krisen zu überstehen und Schwie­rig­keiten zu meistern.

In jeder Entwick­lungs­phase kann es jedoch zu Fehlent­wick­lungen kommen, die man als psychische Störungen bezeichnet. Wenn Sie als Eltern mit dem eigenen Engagement nicht mehr weiter­kommen, suchen Sie sich Unter­stützung im Bekann­ten­kreis und auch bei profes­sio­nellen Helfern.

Bei manchen Problemen kann die Unter­stützung durch unsere Praxis hilfreich sein.

Beispiele

0 bis 3 Jahre

  • Ihr Kind schreit sehr viel, schläft nicht richtig, isst nicht richtig.
  • Ihr Kind regt sich schnell auf, lässt sich kaum beruhigen.
  • Ihr Kind leidet unter den Konflikten der Erwachsenen.

3 bis 6 Jahre

  • Im Vergleich zu Gleich­alt­rigen hat Ihr Kind extreme Unruhe und Wutausbrüche.
  • Ihr Kind hat so viel Angst, dass seine Entwicklung dadurch gehemmt ist.
  • Ihr Kind kommt nicht mit Gleich­alt­rigen zurecht.
  • Verun­si­cherung durch Famili­en­krisen, Verhal­tens­stö­rungen bei Trennung der Eltern.
  • Entwick­lungs­still­stand, Rückschritte.

6 bis 12 Jahre

  • Unruhe, Zappe­ligkeit
  • Konzen­tra­ti­ons­pro­bleme
  • Kontakt­stö­rungen mit Gleichaltrigen
  • Rückzug, Angst, Unglücklichsein
  • Schul­leis­tungs­stress
  • Einnässen, Einkoten

In jedem Alter

  • Psychische Reaktionen auf Belas­tungen (Psycho­t­rauma)
  • Angst, Depression
  • Sexuelle Gewalt gegen Kinder
  • Geistige Behin­derung

Ich bin doch nicht psycho …

Wir nehmen die Meinung der/des Jugend­lichen genauso ernst, wie die der Eltern. Wir wissen, dass Jugend­liche eine ganz eigene Sicht auf die Situation haben. Pubertät bedeutet, viel Power zu haben, auszu­pro­bieren, gut und schlecht drauf zu sein. Es geht um Abgrenzung, Ablösung, Klar kommen mit sich selbst, Suche nach Beziehung und befrie­di­gender Sexua­lität. Im Alter zwischen 12 und 18 sucht man neue Wege und erfindet sich selber neu. Das geht nicht ohne Konflikte im Inneren und nach Außen. Das alles und noch viel mehr ist völlig normal.

Gut, wenn du mit dem Leben und dem ganzen Rest gut zurecht­kommst. Gut, wenn du Kontakte hast zu Menschen, die dir weiter­helfen, wenn es mal schwierig wird.

Wenn du meinst, es läuft etwas in deinem Leben wirklich schief, dann sind wir vielleicht die Richtigen, um dir zu helfen, das wieder zu ändern.

Beispiele

  • Dauernder Streit und Krach mit den Menschen, die du eigentlich brauchst.
  • Angst, Allein sein, Flucht in virtuelle Welten, Spielsucht.
  • Ausge­nutzt, ausge­grenzt, syste­ma­tisch fertiggemacht.
  • Selbsthass, Selbst­ver­letzung, Selbstmordgedanken.
  • Gefühl der Sinnlo­sigkeit, Grübeln, Depression.
  • Nur bekifft oder schon verrückt? Wahnvor­stel­lungen, Paranoia.
  • Anspannung, Wut, Gewalt.
  • Mager­sucht, Bulimie.
  • Zwangs­ge­danken und ‑handlungen.

Wenn Eltern eine Vorstellung Ihrer/Ihres Jugend­lichen in unserer Praxis wollen, muss der oder die Jugend­liche zum Erstge­spräch mitkommen. Jugend­liche, die sich vorstellen wollen, müssen zumindest einen Elternteil mitbringen. Ohne Motivation der oder des Jugend­lichen geht in diesem Alter nach unserer Erfahrung leider nicht viel.

Der Mensch lebt nicht allein zusammen…

Gerade junge Menschen sind für ihre Entwicklung auf ein mensch­liches Bezugs­system funda­mental angewiesen. Ohne Familie – oder ein anderes verläss­liches soziales Nahsystem – kann ein Kind nicht existieren. Wenn eine Person unglücklich oder im Verhalten auffällig ist, sind immer ihre Bezie­hungen auch betroffen. Eine »psychische Störung« ist niemals nur das Problem eines Einzelnen.

Schlecht funktio­nie­rende Bezie­hungen und psychische Auffäl­lig­keiten bedingen sich gegen­seitig. Es ist nur konse­quent, daraus abzuleiten, dass Lösungen nur durch einen gemein­samen Verän­de­rungs­prozess erreicht werden können. Wir behandeln mit syste­mi­schem Blick auf die zwischen­mensch­lichen Beziehungen.

Um Lösungen zu finden, brauchen wir übrigens keinen, der Schuld ist…

Behandlungsgründe

Bei folgenden Problemen sollten Sie als Familie oder Bezugs­system an eine syste­mische Behandlung denken:

  • Dauer­hafter Streit in der Familie
  • Überlastung und Überfor­de­rungs­ge­fühle der Eltern im Kontakt mit ihrem Kind
  • Zu enge Bezie­hungen. Sich nicht vonein­ander lösen können.
  • »Ich komme nicht mit ihm klar, manchmal könnte ich ihn…« (drohende oder vorhandene körper­liche Gewalt in der Familie)
  • Blockierte Entwicklung in der Pubertät
  • Kinder, die unter der psychi­schen Erkrankung eines Eltern­teils leiden